Energieerzeugung und Umwelt

Bereits bei der Bauplanung unseres neuen Hauses stand die Frage, wie soll das Energiekonzept aussehen.
Fest stand, dass wir solare Energie mittels Photovoltaik nutzen werden. Damit verbunden ist eine nicht unerhebliche Investition. Zumal seitens der Regierung eine erhebliche Absenkung des Preises für selbsterzeugten und ins Netz eingespeisten Strom vorgesehen war. Leistungsfähige Solar- Module wurden einerseits durch Importe preiswerter, andererseits lohnte es sich nicht mehr für 12 Cent pro kWh Strom zu verkaufen.

Diese Überlegung führte dazu, einen größtmöglichen Anteil der erzeugten Energie selbst zu nutzen. Für eine vom Versorger bezogene kWh sind ca. 29 cent fällig (Stand 2018) und eine selbst erzeugte kWh liefert die Sonne gratis. Deshalb war klar, das eine solche Anlage in der heutigen Zeit sich nur dann in 15 bis 20 Jahren amortisiert, wenn möglichst viel Energie für den Eigenbedarf genutzt wird. Und das geht nur zusammen mit einem entsprechend ausgelegtem Energiespeicher.

Lithiumionenspeicher und die dazugehörige Elektronik für das Lademanagement für die Einspeisung überschüssiger Energie in das Niederspannungsnetz werden von vielen Herstellern angeboten. Voraussetzung für eine richtige Dimensionierung des Speichers ist die Kenntnis über die benötigte Energiemenge in den Abend- und Nachtstunden. Diese schwankt Jahreszeit bedingt und wir ermittelten Werte von 3 kWh bis 4,8 kWh. Wir entschieden uns deshalb für eine Anlage mit einer Modulleistung von 7 kWp, einem Lithium-Eisenphosphat - Speicher von 6 kWh (erweiterbar auf 10 kWh) mit AC- DC Kopplung durch einen Hybridwechselrichter der Firma FRONIUS. Dieses System bietet zugleich die Möglichkeit, alle Leistungsparameter der Anlage über Intra- und Internet zu erfragen, grafisch darzustellen und über beliebige Zeiträume zu erfassen.

Unsere Erfahrungen nach 4 Betriebsjahren:

Für den Betrieb von Haushaltsgeräten, Licht, Computer und zahlreichen Netzteilen benötigen wir ca. 3200 kWh im Jahr. Die durchschnittlich erzeugte Energiemenge des Solarmoduls liegt bei etwa 6600 kWh im Kalenderjahr. Der Batteriespeicher liefert etwa 1400 kWh, die direkt erzeugte und im Haus genutzte Energie liegt zwischen 1600 bis 1700 kWh, so dass an Überschüssen ca. 3600 kWh per anno an den Versorger verkauft werden. Durch den Verzicht, diese Anlage gewerblich zu betreiben, versteuern wir lediglich den Betrag für die verkaufte Energiemenge. Weitere Kosten für Steuerberater etc. entfallen.

Die Eigennutzung der solar erzeugten Energie hat unser Verhalten im Umgang mit energieintensiven Geräten verändert. Beispielsweise läuft der Geschirrspüler oder die Waschmaschine usw. vor allem bei ausreichender Sonnenstrahlung. Der Autarkiewert der Anlage beläuft sich auf ca. 80%. Nur etwa 20% an Elektroenergie müssen vom Versorger (November bis Januar) bezogen werden.


Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur mit entsprechend ausgelegter Speichertechnik ein hoher Grad der Selbstversorgung erreicht werden kann. 
Wir erreichen mit unserer Anlage- wie bereits erwähnt- einen Autarkiewert von ca. 80 %. Ohne Speichertechnik würde sich dieser Wert halbieren.

                                  Erzeugung                                                                                                          Verbrauch und Bezug

               

 grau: direkt verbraucht     gelb: in Batterie gespeichert     grün:  ins öffentliche Netz eingespeist     rot: vom Energieerzeuger bezogen       (Stand: Januar 2020)

Hinweis: Die Grafik lässt sich durch "Rechtsclick" auf die Maustaste  und dann "Grafik anzeigen" lesbar vergrößern.

Weitere Überlegungen sollten in die Richtung gehen, auch Haushalte ohne eigene Solarfelder mit Speichern auszurüsten, die überschüssige Wind- oder Solarenergie aufnehmen, um sie dann -kostengünstiger- für die Verwendung im Haushalt zur Verfügung zu stellen. Eine einfache LED im Wohnbereich könnte anzeigen, wann Speicherstrom im Haushalt preiswert zur Verfügung steht. Ein weiterer, kosten- und energieintensiver Ausbau der Leitungsnetze wäre dazu nicht erforderlich. Und eine Steuerung des Energiemanagements über internetbasierte- intelligente Mehrrichtungszähler sind in heutiger Zeit kein unlösbares Problem.

Wie gestaltet sich die zukünftige Energieversorgung in unserem Land?

Unser Leben ist fast vollständig "stromabhängig" geworden. Kein Kühlschrank, keine moderne Heizung usw. funktionieren ohne Strom aus der Steckdose.
Die Energiepolitik der letzten Jahre zeigt eine massive Einflussnahme grüner Politiker und ihrer Mitläufer auf die bestehenden konventionellen und grundlastfähigen Anlagen zur Erzeugung der benötigten Elektroenergie.
Energieerzeugung aus volatilen Energieformen (Wind, Solar) mit ihren sehr geringen Energiedichten sind wenig geeignet, um einen Wirtschaftsstandort wie Deutschland zuverlässig zu jeder Zeit mit Elektroenergie zu versorgen. Anders gesagt, allein durch den weiteren Ausbau der sogenannten erneuerbaren Energiegewinnungsanlagenist die Grundlast der Energieversorgung der deutschen Wirtschaft nicht zu gewährleisten. Einige europäische Länder reagieren bereits mit der Planung und dem Bau von Kern- und Kohlekraftwerken, um dann gewinnbringend die deutsche Industrie und die Haushalte mit Strom versorgen zu können. Bereits heute zahlen die deutschen Stromkunden die höchsten Strompreise Europas - dank EEG und hoher Besteuerung durch den Staat. Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, welche Kosten der Ausbau der dieser Anlagen verursacht und wer Gewinner oder Verlierer der "Energiewende" sind
Das Institut für Wettbewerbsökonomik an der Uni Düsseldorf hat die Gesamtkosten der Energiewende bis 2015 berechnet.

Mit dem Ergebnis:

Bis zum Jahr 2025 müssen - nach Schätzungen von Instituten und Universitäten - etwa 520 Milliarden Euro aus Steuergeldern der Bürger für den Ausbau von sogenannten erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen aufgewendet werden. Eine vierköpfige Familie zahlt so direkt und indirekt über 25.000 Euro für die Energiewende, deren Ausgang sehr ungewiss ist.

Den Menschen in unserem Land ist weitestgehend unbekannt geblieben, dass die gefürchtete und verteufelte Kerntechnologie zur sauberen Energiegewinnung in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in Richtung Sicherheit und Abfallvermeidung gemacht hat.
Kernkraftwerke der 4. Generation, die sich zur Zeit in der Entwicklungsphase befinden, verbrennen den Kernbrennstoff fast vollständig. Bisherige Kernkraftwerke nutzten den Brennstoff nur zu etwa zu 5 %.
Der bei den modernen Kernreaktoren mit DFR- Technologie entstehende schwach radioaktive Abfall strahlt nur noch mit einer Halbwertszeit von etwa 300 Jahren und der Kernbrennstoff ( z.B. Thorium) wird fast vollständig zur Energieerzeugung genutzt.
Verbunden mit diesen zukunftsweisenden Technologien wäre dann die Gewinnung von Wasserstoff überhaupt erst energetisch sinnvoll.

https://dual-fluid-reaktor.de/technical/principle/

Bei der heutigen Energiepolitik, die eine Abschaltung der KKW´s bis 2022 vorsieht und deshalb Wissenschaftler und Ingenieure mit entsprechendem Knowhow unser Land verlassen ... ist nach der Auffassung vieler Fachleute - Politiker sind nicht damit gemeint- zukünftig eine instabile Versorgung mit Elektroenergie zu erwarten. Und  auch deshalb, weil die mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Fahrzeugmotore millionenfach durch batteriegespeiste Elektroantriebe ersetzt werden sollen.
 

Hier kann man die Energieerzeugung  aus Daten der Netzagentur in Deutschland einsehen:  https://www.smard.de/home  

        
 
Die Daten können unter der Lizenz CC BY 4.0 kostenfrei herunter geladen, gespeichert und weiterverwendet werden.

 

 

                   © rambi.de